Vorher/Nachher – Kranhäuser

Kranhäuser Vorher / Nachher

Vor kurzem habe ich ja einige Bilder der Kranhäuser im Rheinauhafen Köln hier auf picstah eingestellt. Heute möchte ich an einem Bild mal zeigen, wie es aussah, als es aus der Kamera kam. Und damit gleichzeitig unsere Rubrik „Vorher/Nachher“ eröffnen. Dazu hole ich mal etwas weiter aus… (ok, nicht zu weit).

Als ich angefangen habe, mich ein bisschen „ernsthafter“ mit dem Fotografieren zu beschäftigen, standen erst einmal die absoluten Grundlagen und die Bedienung der Kamera im Vordergrund. Was ist die Blende, was bewirkt die ISO-Zahl, welche Belichtungszeit brauche ich und wie hängt das alles zusammen? Und wo stelle ich das alles ein? Das hat mir für den Anfang erst einmal gereicht (sicher auch, weil ich wahrscheinlich nicht einmal halb so viel Zeit mit dem Fotografieren verbringe, wie ich gerne würde/sollte/könnte). Irgendwann hat man die „Basics“ aber drauf und stellt fest, dass die Bilder immer noch nicht so aussehen, wie andere, die man selber cool findet. Das kann verschiedene Gründe haben: mangelnde Technik (Kamera/Objektiv), fehlendes Auge für Komposition, ein schlechtes Motiv oder immer noch falsche Einstellungen. Aber auch eine fehlende Bildbearbeitung kann ein Punkt sein. Vor dem ganzen Thema Bildbearbeitung schreckte ich bis dahin eher zurück, weil ich das doch eher etwas komplizierte Photoshop und den damit verbundenen Zeitaufwand fürchtete. Außerdem: sollte ein guter Fotograf nicht schon von Vornherein auch ein gutes Bild machen? Dann aber haben mich einige „Vorher-Nachher-Bilder“ von Fotografen, deren Bilder ich mochte, umdenken lassen. Dort sah auch so manches nicht gleich perfekt aus, als es aus der Kamera kam. Natürlich müssen die Grundlagen von Komposition und Einstellungen stimmen. Dann aber haben viele Bilder noch ein sehr großes Potenzial. Als ich dann noch Lightroom für mich entdeckte, stieg ich endgültig in das Thema Bildbearbeitung ein, da Lightroom so einfach und workflow-optimiert ist, dass es wirklich Spaß macht, damit Bilder zu bearbeiten.

Seitdem fotografiere ich auch nicht mehr ausschließlich in JPEG, sondern in RAW und JPEG. Die JPEGS kann ich bei Schnappschüssen oder den weniger „wichtigen“ Bildern unbearbeitet behalten. Für die guten Bilder habe ich in RAW aber noch alle Reserven.

Ich denke, an diesem Bild sieht man den Unterschied recht gut.

Vorher (RAW)
Kranhäuser Köln Rheinauhafen

 

Nachher (Lightroom)
Kranhäuser Köln Rheinauhafen

 

Den Beschnitt habe ich jetzt einmal angepasst, damit es besser vergleichbar ist. Bearbeitet wurde natürlich einiges. Zum einen war das Ausgangsbild absichtlich etwas unterbelichtet, um nicht zuviel Details im Himmel zu verlieren. Dafür mussten dann die Shadows entsprechend stark aufgehellt werden. Dazu ein Verlaufsfilter im Himmel. Kontrast und Farben (vor allem grün) wurden angepasst. Und natürlich viel Clarity mit dem Adjustment Brush auf die Kranhäuser aufgetragen. Clarity ist einfach perfekt geeignet, um solche Strukturen herauszuarbeiten. Ansonsten natürlich noch wie immer bei RAW Nachschärfen und Entrauschen.

Würde ich das Bild jetzt noch einmal von vorne bearbeiten, sähe es sicher auch wieder ein bisschen anders aus. Aber zu diesem Zeitpunkt gefiel mir diese Bearbeitung am besten und drückt für mich auch jetzt noch die Stimmung am Rhein an diesem Abend viel besser aus als das „rohe“ Original.

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